#writeinktober #9 – BLINDED

Schwungvoll lief Hajon die Stufen vor dem Rathaus von Song Thrush hinunter. Am Rande des Marktplatzes wartete Orion auf sie. Um ihn brauchte sie sich keine Sorgen zu machen, niemand wagte es, dem Lunar einer Blauschwalbe zu nahe zu kommen.
Orion knurrte leise, die blinden Augen auf eine Seitengasse gerichtet, aus denen aufgeregte Rufe erklangen. Hajon runzelte die Stirn und wechselte die Richtung. Am Gasseneingang angekommen sah sie, wie eine Gruppe Kinder auf einen jungen Kenuri eintraten, der zusammengekauert am Boden lag. Hajon fluchte laut und trieb die Kinder entschieden auseinander. Zwei von ihnen hielt sie fest, ehe sie sich an den Kenuri wandte.
Er war klein und schmächtig und hatte sich zu einem Ball zusammengerollt. Er winselte leise.
„Kannst du aufstehen?“, fragte Hajon, die beiden sich windenden Kinder in einem eisernen Griff um die Oberarme gepackt.
Der junge Kenuri hob den Kopf. Nach einer Weile nickte er kaum merklich.
„Ist deine Familie in der Nähe?“
Erneutes Nicken.
„Schaffst du es alleine zu ihnen?“
Kopfschütteln.
„Dann warte bei Orion. Siehst du meinen Lunar? Geh zu ihm. Ich komme gleich, und dann suchen wir deine Familie.“
Der Kenuri rappelte sich auf und humpelte auf allen vieren zu Orion. Der beschnupperte ihn ausgiebig und leckte ihm dann einmal über die fellbedeckte Hand, ehe er sich schützend vor ihn schob. Ihr Lunar mochte vielleicht nichts sehen, aber Hajon wusste, dass er ihren ausgeprägten Gerechtigkeitssinn teilte.
Sie schüttelte den beiden Kinder in ihrem Griff energisch. „Was habt ihr euch dabei gedacht? Habt ihr nichts Besseres zu tun, als euch an solchen zu vergreifen, die kleiner und schwächer sind als ihr?“
„Er ist bloß ein Kenuri!“, begehrte der Menschenjunge auf. „Er und seine Art haben hier nichts zu suchen!“
Bloß ein Kenuri?“ Hajon zwang sich, durchzuatmen. „Wer hat das gesagt? Deine Eltern?“
„Du bist eine Blauschwalbe! Du darfst dich nicht einmischen!“, antwortete der Junge trotzig.
„Das stimmt, ich bin eine Blauschwalbe. Aber das heißt nicht, dass ich wegschaue, wenn offensichtliches Unrecht vor meinen Augen geschieht.“ Hajon sah das Moosmädchen an, das sich weiterhin vergeblich gegen ihren Griff wehrte. „Und du? Vom Moosvolk hätte ich wirklich mehr erwartet! Was ist mit eurer vielbesungenen friedliebenden Art?“
Das Mädchen schielte zu dem Jungen. „Aber Pierre hat gesagt …“
Hajon unterbrach sie. „Es ist mir egal, was Pierre sagt! Du hast einen Kopf, du kannst selbst denken!“
„Aber du hast gesagt, die Kenuri müssen bestraft werden!“, warf das Moosmädchen dem Menschenjungen vor.
„Müssen sie auch!“, beharrte der Junge.
„Für was?“, fragte Hajon scharf. „Dafür, dass sie existieren?“
„Sie sind Diebe und Verbrecher!“, schrie der Junge. „Sie sind der Abschaum der Gesellschaft!“
„Pierre!“, erklang da eine zornige Stimme und eine aufgebrachte Frau rauschte an Orion und dem jungen Kenuri vorbei. Hajon dachte kurz, der Zorn gelte ihr, doch dann packte die Frau Pierre bei seinem anderen Arm und versetzte ihm eine schallende Ohrfeige. Der Junge heulte laut auf und Hajon ließ ihn los.
„Warte, wenn das dein Vater hört! Dann gibt es aber ein Donnerwetter!“ Sie packte Pierre unnachgiebig am Ohr und sah das Moosmädchen an. „Und du, Sylvie! Du machst auch noch mit?“
„Aber Pie–“
„Du kommst mit! Deine Eltern werden auch noch ein Wörtchen mit dir zu reden haben!“
Sylvie schniefte laut und brach in Tränen aus.
Die Frau sah Hajon an. „Danke, dass Sie sie gestoppt haben. Ich habe keine Entschuldigung für das, was mein Sohn getan hat.“
Hajon zuckte mit den Schultern. „Bei mir müssen Sie sich auch nicht entschuldigen, sondern bei dem jungen Kenuri und seiner Familie.“
„Und das werden wir, verlassen Sie sich drauf!“ Laut schimpfend zog sie ab. Pierre stolperte heulend neben ihr her und Sylvie trottete hinterdrein.
Hajon sah ihnen kopfschüttelnd nach. „So jung und schon so viel Hass“, murmelte sie. Sie hoffte, dass Pierres Mutter ihrem Sohn Respekt einbläuen konnte, aber sie machte sich nicht zu viele Hoffnungen. Von irgendwoher mussten die verqueren Ideen des Jungen kommen, und der schlechte Einfluss würde kaum abnehmen, je älter er wurde.
Sie ging zu Orion und dem jungen Kenuri zurück, der mit gesenkter Schnauze dastand und zitterte. Hajon konnte die Kinder in Song Thrush nicht ändern, aber sie konnte dafür sorgen, dass der Kleine sicher nach Hause kam.

#DieDrachenKommen: Mein Romandebüt geht ins Crowdpublishing!

Liebe alle,

nach gefühlt unendlichen Zeiten gibt es mal wieder einen Blogpost von mir.
Ich habe sehr aufregende Neuigkeiten für Euch:

Heute startet nämlich die Crowdpublishing-Kampagne für Skyle! 🐉✨🔥

Japp, genau, ich habe einen Verlag für meinen Debütroman gefunden! ❤ Es ist der Freiburger Kladdebuchverlag, zusammen mit den Bookbakers, die dafür sorgen, dass eine meiner Storywelten die Chance bekommt, ein Buch zu werden.

Das passiert allerdings nur, wenn die Kampagne finanziert wird. Wenn Ihr also neugierig seid, was ich so schreibe, oder sowieso schon Drachenfans seid, könnt Ihr uns jetzt unterstützen:

https://kladde.bookbakers.de/skyle

Und wenn Euch gefällt, was Ihr auf der Webseite lest, seht und hört, erzählt es weiter! Ich bin ganz sicher, dass wir es gemeinsam schaffen können, die Wolkenreiche auf dem Papier Wirklichkeit werden zu lassen.

Skyle wartet auf Euch – und ich freue mich über jede*n, die*der genauso aufgeregt ist wie ich, dass meine Drachen bald auf die Welt losgelassen werden!

Wenn Ihr Fragen zu Skyle oder zur Kampagne habt, hinterlasst gerne einen Kommentar oder schickt mir eine Nachricht.

Es warten großartige Abenteuer auf uns! 🐉

Eure Reisehexe

 

#DieDrachenKommen #Skyle

Prompt list: #writeinktober 2018 – Tarot Of Magic

Dear creative souls,

in just a few days, Inktober 2018 starts, which means art, art and more art on Twitter, Instagram and Facebook for 31 wonderful days.

To raise awareness for all the beauty that can be found in the span of a month, and to boost our fellow creators, #writeinktober was brought to life last year. It enables writers to participate in #inktober by using ink on paper (yes, digital ink counts, too) and write a small piece every day, just like a word doodle.
(It’s also a great way to get ready for NaNoWriMo in November, as it keeps your mind occupied with writing each day, but since it’s only short texts, you don’t have to spend too much time on it.)

I loved participating last year, and since there hasn’t been an official prompt list released for this year’s #writeinktober, I decided to make my own list, based on the Tarot of Magic card deck I’m developing. I drew random numbers, one for each day, and used the card assigned to it as a prompt.
The cards are meant to be used as story prompts, and just like with regular tarot cards, each of them has multiple meanings. I will not write them down, one, because I don’t know all of them myself yet, and two, so that you have no restrictions in what your mind conjures up when you read them.

Now, here are your prompts:

Suns: the male/day/the rules
Moons: the female/night/the mystery
Stars: magic/the chaos
Planets: the Gods/fate/the miracle

Like with all prompt lists for any kind of challenge, you may or may not use the prompts given. You’re free to reinterpret them, change them, switch them, or do whatever you like with them. If you like to draw, you may even switch between #writeinktober and #inktober – there are no limits to your imagination, and the only limits your creativity has are the ones you set.

I’ll try microfiction this year, but you can go for any kind of writing – poetry, fiction, lyrics… If you want to, you can even write a longer story based on them. Just do what feels right, and maybe try something new. I’d love to read what you come up with, and others do, too, so don’t forget the hashtags in your tweets or posts, and have a look at what others might do for Inktober 2018.

Inktober is a wonderful way to share and multiply creativity, just like NaNo, so please, let others know about it. Share the beautiful art #inktober has in stock, talk about it, make it known. Follow the hashtags, look around for people hosting prompt lists and get inspired by all the creativity!

Happy #writeinktober!

Your Travelwitch

 

#TarotOfMagic #amwriting #microfiction

Ende der Blogpause – „Wächter der Welten“ geht vom Netz

Liebe alle,

nach einer langen, langen Blogpause hoffe ich, dass ich demnächst die Seiten von „Tintenfedern“ nach und nach mit neuem Inhalt füllen kann.
Ich schaffe es nicht, regelmäßig zu posten, zu viel passiert sonst in meinem Leben ringsum. Ich mag es, mit dem Blog eine Plattform zu haben, auf der ich längere Beiträge teilen kann, aber ich kann und möchte die Verpflichtung nicht eingehen, jede Woche oder alle 14 Tage neue Inhalte zu liefern.

In diesem Zuge habe ich mich dazu entschieden, meine Geschichte „Wächter der Welten“ an dieser Stelle nicht weiterzuführen. Ich gehe mit ihr in eine neue Überarbeitungsrunde, bevor es auf Verlagssuche geht. Ich hoffe, dass Lia und ihre Freunde bald ein Zuhause bei einem Verlag finden. Bis dahin werdet Ihr weiterhin das erste Kapitel online finden, die Geschichte war immerhin einer der Gründe, weshalb ich diesen Blog gestartet habe.

Wenn Ihr wissen wollt, wie die Geschichte weiter- und ausgeht: Ich bin auf der Suche nach Testlesern für WdW. Solltet Ihr also bereit sein, mir ausführlicheres Feedback zu geben, dürft Ihr Euch gerne bei mir melden und ich lasse Euch das Gesamtdokument und meinen Leitfaden für Testleser zukommen.
Wenn Ihr die Geschichte einfach nur so genießen wollt, müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden, bis sie irgendwann veröffentlicht wird.

Hier ein ganz großes Dankeschön an alle, die „Wächter der Welten“ bis hierhin mitverfolgt haben!
Ich hoffe, Ihr findet auch in Zukunft Inhalte auf meinem Blog, die Euch interessieren. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, was meine Schreibprojekte angeht.

Bis bald!
Pacara,
Eure Reisehexe

Märchensommer-Märchenralley: Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack

Willkommen zu meiner Station der großen Märchensommer-Märchenralley!
Ob Ihr hier wohl auf der richtigen Fährte seid?

Keines der bekannteren Grimmschen Märchen trägt meinen Buchstaben am Anfang, aber wohl einige der Figuren im Namen: Dornröschen, König Drosselbart, Frau Holle…
Das O ist der Buchstabe, der Euch weiterführt.

Die meisten von uns sind mit Märchen aufgewachsen, mit den Figuren, den sprichwörtlich gewordenen Verslein, den klar besetzten Bildern des großen, dunklen Walds und der schönen Jungfrau. Aber was wären Märchen ohne Erzähler?
Ich meine damit nicht den literarischen Begriff einer erzählenden Instanz, sondern den echten, leibhaftigen Märchenerzähler, die Person, die uns die alten Geschichten mit auf den Weg gibt.
Diejenige Person, die die alte Tradition der mündlichen Überlieferung am Leben hält.

Kaum jemand, den ich kenne, kann Märchen so gut erzählen wie mein Großvater.
Es hatte etwas Magisches, wenn er die alten Geschichten wieder und wieder vor unseren Kinderaugen entsponn. Vielleicht liegt es daran, dass er noch echte Märchenerzähler kennenlernte, als er in den 1930ern in einem kleinen Dorf mitten im Harz aufwuchs. Männer und gelegentlich Frauen, die mit der Weitergabe und dem Spinnen von Geschichten ihren Unterhalt verdienten. Ich glaube, mein Großvater hat von ihnen gelernt, oder vielleicht ist er einfach von Natur aus ein grandioser Geschichtenerzähler.
Noch heute kann ich die folgenden Worte nicht lesen, ohne seine Stimme im Kopf zu haben:

„Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje inne See,
mine Frouw, die Ilsebill,
will nit so, wie ick woll will.“

Es gibt unzählige Versionen dieser Zeilen, jeder spricht sie ein wenig anders aus, je nachdem, woher er oder sie kommt, aber am Ende bleibt das Märchen vom Fischer und seiner Frau unveränderlich. Genau wie Hänsel und Gretels Geschichte („Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“), oder das Märchen vom tapferen Schneiderlein („Sieben auf einen Streich!“). Oder das vom Hasen und dem Igel („Ick bin all doa!“), das im letzten Jahr meine Station des Märchensommers war.

Dieses Jahr habe ich wieder Tiere auf meinem Blog zu Besuch, angefangen mit einer undankbaren Ziege:

„Wovon soll ich satt sein?
Ich sprang nur über Gräbelein
und fand kein einzig Blättelein: Meh! Meh!“

Doch das ist erst der Anfang der Geschichte. Der Schneider schickt seine drei Söhne aufgrund der hinterlistigen Ziege fort, damit sie in der Welt ihr Glück machen, und es braucht ein wenig, bis alle (abgesehen von der Ziege) ein glückliches Ende finden.
Die Rede ist natürlich vom Märchen „Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“. Wie so viele Märchen gibt es auch in diesem unveränderliche Verse und ein paar Zauberworte, um die fabelhaften Besitztümern der drei Schneidersöhne in echte Zauberdinge zu verwandeln.

Nun ist die Frage:
Wie heißt das Zauberwort, das den Goldesel zum Goldspeien animiert?

Brickelbrit (Ela Schnittke – http://www.blendeundbuch.de/250/)

Bricklebrit (Mel Amanyar – https://www.facebook.com/DrachengeschichtenNordlichter/photos/p.1774984742577049/1774984742577049/?type=3)

Brickelbit (Tina Skupin – https://tinaskupin.de/maerchenrallye-runde-2/)

Ihr kennt die Antwort? Dann nichts wie los?
Ihr seid Euch nicht sicher? Ratet wild, und wenn Ihr Euch verfranst, kommt Ihr hierher zurück und versucht es noch einmal.

Dies ist eine Station der Märchensommer-Märchenrallye von PoiSonPaiNter – den Anfang dieser Runde findet ihr hier. Viel Glück!

Mein Märchen ist aus, dort läuft eine Maus, wer sie fängt, darf sich eine große, große Pelzkappe daraus machen.

Poetry: Waiting for

Waiting for

 

When March comes,
she starts wandering the streets.
Her steps are reluctant,
her eyes pinned to the ground,
searching and eager.

She seeks the cracks in the pavement,
dirt-rubbed scars in the asphalt.
There are more now than there were
before the cold came.
Winter left his marks
for the ones following him to see.

She does not mind scars.
She does not mind the cold.
She wears them with pride.
But now she feels
it is time for change.

It is still early, the sun has not yet
the strength it needs,
and still she searches, yearning,
under a pale disc in a pale sky.
In vain, but she cannot help herself.

She knows, she will not find what she is looking for
on the grey harshness of the city streets,
before the first travellers from the South
return home, their songs
painting new colours to the warming breeze.

Only now she will find
what she has been searching
for weeks, or maybe her whole life,
she isn’t sure.

Change comes quietly.

It is on an April’s Day that her searching eyes
finally find
in the dirty cracks of a sunny spot
the yellow splotch
of the year’s first dandelion.

She smiles,
inhales,
and goes about her day.

Poetry: In memory of a childhood home

In memory of a childhood home

 

A poetic response to
Einojuhani Rautavaara – «Cantus arcticus», Op. 61: Concerto for Birds and Orchestra

 

 

I. The Bog

 

The swimming moose rises like a phantom
from the depths of my mind,
her unfazed gaze pinning me down
as she crosses the lake from shore to shore.
From our canoe, we watch the moose emerge
between water lilies and frogspawn,
cantering away unhurriedly through the afternoon forest.
The hoarse cries of cranes from a nearby field
carry over the water and the reed.
I am glad for the mosquito repellent.

Behind our island, the great lake gives way
to stretches of waving reed grass,
so high you never see
what lies beyond the bend.
The waterways winding through the reed fields
are quiet and still, the plunge
of our paddles the only sound.
The heron perching in the alders to the right
rises with a cry that makes me wince guiltily.
We have disturbed its peace.
There is movement to our left,
a plop and a rustle,
Maybe an otter, my father says,
and I peer so eagerly into the green-yellow wall
that he starts to laugh, the sound
breaking the silence.
I have never seen an otter in the wild.

In the evening, we roast fish over the fire,
and the lights of the houses on the shore
are as far away as the stars overhead.
My parents tell stories about the time
when they first came to our island,
with my grand-parents, how they opened the door
of this house for their friends, too
– just like today, you had to use your horn
when you arrived on the shore,
so someone would row over and pick you up.
They laugh at the way people cringed
at the prospect of using the outhouse,
which someone named Villa Lakeview,
and the reality of no running water.
We laugh, too, there is still no running water,
and still an outhouse with the sign
Villa Lakeview by the door, and what’s not to love
about that? A screech owl calls in the dark,
making our dog jump. We laugh some more.
The wood smoke makes our eyes burn;
it doesn’t keep away the mosquitoes.

 

 

II. Melancholy

 

There is a sadness to the cries
of the bittern in the reed beds, my mother says.
Their sound is eerie and haunting,
and I imagine it to carry over the dawn waters
for days and days, until the lakes end,
and from there into the next world,
the one beyond this one, or beside it,
I’m really not sure. It is present here,
in the tall-grown firs and the lichen-covered stones
that hold the trolls’ memories of wars passed,
in the giant moss cushions near the shores,
tiny fairy cities, if you look close enough.

I still feel the world beyond when I roam the island
for the last time. I visit the rock plateau on the far end
and the ten-feet anthill that was already there
when my parents first came here.
I visit the place in the middle of the island,
where the woodland spring used to be,
buried now after last winter’s storms.
Has the näcken found a new home?

Slowly I make my way back through the forest’s remnants,
splintered tree trunks and wild raspberries all
that remain of its former glory.
I find deer droppings in the tracks of the logging trucks
and birch shoots in the undergrowth.
The pink flowers of willowherbs are swaying in the breeze.
How long before the elves will dance again?
A pair of buzzards circle over the clearing,
their cries piercing the hazy afternoon.
I have learned to imitate the bittern’s call,
I can take this place with me.

 

 

III. Swans Migrating

 

When we open the car doors,
the air smells of diesel and tar,
and of salt and seaweed.
It embraces me like a dearly missed friend.
Home is a strange feeling.
You are not allowed to stay in your vehicle
during the crossing, but we don’t want to, anyway.
We want to see the glittering waves and the wind parks,
looking from one shore to the next,
as we cross from one home to the other.

There are seagulls sailing overhead,
white feathered and black-banded.
The younglings are grey and brown,
and even though they fly as well as their parents do,
they still beg for food with screeching cries.
The adults are quiet, sailing beside the dark blue chimneys.
Sometimes they will dive in front of the ferry,
using a current to arc up again on the other side.
Do they care which side of the ocean they are on?
I ask my mother. Maybe, she says, but I think
they make their home wherever there is food and shelter.

I look down to the white specks of gulls swaying on the waves.
It must be nice, I say, this kind of freedom.
Going with the waves. A life without borders,
without nations. Staying wherever the wind carries you.
Yes, my mother says.
Behind us, my father cracks a bad joke
and my brother laughs at my sister’s retort.
One of the gulls sweeps past us
into the clear blue of the summer sky.
It hovers overhead, just out of reach.
Its eyes are black and its beak is yellow,
with a red tip. The white feathers are so bright
that it hurts to look at them.
The chimneys cough a cloud of billowed smoke.
Lazily, I drift towards the shore.

Writer’s Log: The Stories We Tell

The problem with studying literature when you’re a writer: no matter how hard you try, you can’t escape the literary academic within.
It’s hard enough to tune down the constant nagging in the back of my mind when writing, but after I’ve actually finished a text, the trouble begins.
The more I learn about literature, the bigger my questions become. Why? I’ll try to explain. Weiterlesen

Urban Fantasy Recommendations 2017

I’ve been reading a lot this year. And when I say a lot, I mean a lot.

I admit, I cheated on myself by buying a lot of e-books instead of printed ones. I did try to restrain myself, I really did. But then, last year, I discovered that I could buy e-books without feeling guilty about buying yet another book without reading the ones I already have sitting as a huge TBR pile beside my armchair… So yeah. You might be able to guess what that did to my e-book consumption.

Not all of the books I read where good, quite a few of them were actually really bad, but as always, I found a few gems in between. Weiterlesen

NaNoWriMo-Blogpause

Hei, Bücherfüchse! 🦊💙

Ich wollte mich nur kurz melden, um Bescheid zu sagen, dass sich Tintenfedern für den Rest des Novembers noch in der NaNo-Pause befindet – d.h. es wird erst im Dezember mit Wächter der Welten und anderen Blogposts weitergehen!

Der NaNoWriMo nimmt mich so sehr in Anspruch, dass ich es nicht schaffe, hier neben allem anderen, das so anfällt, noch etwas zu posten. Dafür geht es dann hoffentlich im Dezember regulär weiter! 🙃

Ich wünsche Euch einen schönen November mit viel Tee, Kerzenlicht und Lesestunden, und allen, die dieses Jahr am NaNoWriMo teilnehmen: ganz viel Erfolg! 🌟

Pacara,
Esther